Begünstigung im Todesfall

Die Begünstigung des Lebenspartners ist nach fünf Jahren Lebensgemeinschaft möglich, wobei darunter grundsätzlich ein gemeinsamer Wohnsitz gemeint ist.

Die Begünstigung kann auf zwei verschiedene Arten erfolgen. Entweder mittels temporäre Hinterlassenenrente (Unterstützungsvertrag) oder mittels Todesfallkapital (Begünstigtenerklärung).

1. Hinterlassenenrente / eheähnliche Lebensgemeinschaft (Reglement Art. 2.6.5)

Eine eheähnliche Lebensgemeinschaft wird, auch unter Personen gleichen Geschlechts, bezüglich Rentenanspruch der Ehe gleichgestellt, falls folgende Voraussetzungen erfüllt sind:

  • Beide Partner sind unverheiratet und zwischen ihnen besteht kein Verwandtschaftsverhältnis.
  • Die Lebensgemeinschaft mit gemeinsamer Haushaltung hat zum Zeitpunkt des Todes mindestens fünf Jahre gedauert.
  • Die gegenseitige Unterstützungspflicht wurde schriftlich vereinbart oder der hinterbliebene Partner muss für den Unterhalt eines oder mehrere gemeinsamer Kinder aufkommen.

Nur wer eine Lebensgemeinschaft führt und zu mindestens 50% die Lebenshaltungskosten übernimmt, kann einen Unterstützungsvertrag abschliessen. Die reglementarischen Bestimmungen müssen zum Zeitpunkt des Todes erfüllt sein (z.B. gemeinsamer Haushalt).

Der entsprechende Unterstützungsvertrag ist bis spätestens drei Monate nach dem Tod der versicherten Person der Pensionskasse einzureichen. Im Weiteren gelten die Bestimmungen des Vorsorgereglements Art. 2.6 und 2.6.1 sinngemäss.

Wenn Sie uns eine Kopie des unterzeichneten Unterstützungsvertrags zusenden, werden wir den Vertrag in unseren Akten vermerken.


2. 
Todesfallkapital (Reglement Art. 2.6.4)

Das Todesfallkapital wird fällig, wenn die aktive versicherte Person vor erfolgter Pensionierung stirbt und keine Ehegattenrente (inkl. Hinterlassenenrente für Lebenspartner) zur Auszahlung gelangt.

Das Todesfallkapital entspricht dem zum Zeitpunkt des Todes vorhandenen Sparguthaben, vermindert um eine allfällige einmalige Abfindung gemäss Art. 2.6.1.

Anspruch auf das Todesfallkapital haben in folgender Reihenfolge:

  • Der Ehegatte der verstorbenen Person. Bei dessen Fehlen:
  • Die Kinder des Verstorbenen, die Anspruch auf eine Waisenrente der Stiftung haben. Bei deren Fehlen:
  • Personen, die von der versicherten Person in erheblichem Masse unterstützt worden sind, oder die Person, welche mit dem Verstorbenen in den letzten fünf Jahren bis zu seinem Tod ununterbrochen eine Lebensgemeinschaft geführt hat oder die für den Unterhalt eines oder mehrerer gemeinsamer Kinder aufkommen muss. Bei deren Fehlen:
  • Die übrigen Kinder, die Eltern oder die Geschwister des Verstorbenen.

Bei mehreren gleichrangigen Anspruchsberechtigten wird das Kapital zu gleichen Teilen ausbezahlt. Die versicherte Person kann durch schriftliche Erklärung an die Stiftung die Verteilung des Todesfallkapitals innerhalb eines Ranges nach freiem Ermessen ändern.

Der geschiedene Ehegatte hat keinen Anspruch auf das Todesfallkapital.

Sofern Sie eine Lebensgemeinschaft führen, können Sie uns die begünstigte Person mittels Formular Meldung Todesfallkapital Lebenspartner mitteilen. Eine Meldung ist aber nicht zwingend.

Bitte beachten Sie: Beim Todesfallkapital ist keine Unterstützungspflicht notwendig, aber ein gemeinsamer Wohnsitz.

Sofern Sie innerhalb der jeweiligen Gruppe (vor allem in Gruppe 4) die Begünstigten ändern möchten, können Sie uns dies schriftlich mitteilen.

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